Seit November 2012 biete ich zusätzlich die Blutegeltherapie für Ihren Vierbeiner an                     

Blutegel gehören zu den ältesten Heilmitteln, die wir aus der Medizin kennen. Durch den häufigen Gebrauch wurde der Blutegel in der Vergangenheit mehrfach fast ausgerottet. Heutzutage wird er in Blutegelzuchtstationen gezüchtet und wartet auf seinen Einsatz bei Mensch und Tier. Durch die Aufzucht in Blutegelfarmen wird zudem sichergestellt, dass die Blutegel steril und somit für den medizinischen Einsatz geeignet sind. Deshalb beziehe ich meine Blutegel ausschließlich nur aus einer Blutegelzuchtstation in Biebertal (www.blutegel.de)

Es gibt eine Vielzahl übereinstimmender Berichte aus verschiedenen Ländern, dass kranke Tiere (z.B. lahmende Rinder mit schmerzhaften Gelenkproblemen) offensichtlich gezielt Gewässer aufsuchen, um sich dort geduldig von den Blutegeln beißen zu lassen

Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass die stammesgeschichtlich sehr alten Blutegel (mindestens 450 Millionen Jahre) sich über lange Zeit ausschließlich von tierischem Blut ernährt und im Lauf der Evolution eine Art von Partnerschaft ("Du gibst mir Blut - Ich heile Dich") entwickelt haben, die im Instinkt der Tiere verankert zu sein scheint.

 

Die Blutegeltherapie:

Die Blutegeltherapie ist eine traditionelle und anerkannte Therapie bei einer Reihe von Humanerkrankungen. Seitdem auch die Behandlung von Beschwerden der Haustiere vielen Menschen am Herzen liegt, wird die Blutegeltherapie zunehmend auch für die Behandlung von Tieren eingesetzt. 

Medizinische Blutegel verfügen in ihrem Speichel über eine Reihe von medizinisch wirksamen Substanzen, die während des Saugvorganges in die Bisswunde abgegeben werden.
Der Blutegel ist somit eine Art biologische Apotheke mit Wirkstoffen, die auch in Arzneimitteln der Schu
lmedizin zum Einsatz kommen. Die natürliche Wirkstoffkombination des Blutegels ist jedoch einzigartig. Dieser Wirkstoffcocktail, der durch den Biss in die Wunde injiziert wird, besteht aus unterschiedlichen Substanzen z.B. Hirudin, Apyrase, Kollagenase, Egline und eine histaminähnliche Substanz. Er wirkt unter anderem entzündungshemmend, gerinnungshemmend und schmerzstillend. Eine antibiotische Eigenschaft der Hyaluronidase ist umstritten. Die Speichelwirkstoffe fördern zudem den inneren Abtransport von venösem Blut und Lymphflüssigkeit und helfen damit für die heilfördernde Entgiftung von Krankheitskeimen, Eiter, Wundsekret und geronnenem Blut.

Durch diesen Wirkstoffcocktail eignet sich die Blutegeltherapie sowohl als Akutbehandlung bis zur Anwendung bei chronischen Beschwerden für viele Krankheiten, vor allem dann, wenn eine lokale Erleichterung erforderlich ist.

Der Vorteil der Blutegelbehandlung liegt darin, dass innere Organe wie Herz, Leber und Niere nicht belastet werden. Daher eignet sich die Blutegeltherapie auch hervorragend für ältere Tiere.

 

Wie wirkt die Blutegeltherapie: 

  •       schmerzlindernd
  • entzündungshemmend
  • gerinnungshemmend 

 

Wie reagiert Ihr Haustier auf den Blutegelbiss?

Haustiere akzeptieren in der Regel den Blutegelbiss ohne Abwehrreaktion und tolerieren die Behandlung meist geduldig. Dies liegt sicher auch daran, dass der Blutegel zu Beginn des Saugvorgangs anästhesierende und analgetisch wirksame Substanzen in Blut und Gewebe abgibt. Viele Tiere dösen bei der Behandlung ruhig vor sich hin.

 

Wie oft muss die Blutegelbehandlung durch geführt werden?

Die Dauer und Häufigkeit der Behandlung hängt vom Tier und der jeweiligen Krankheit ab. Bei manchen Tieren reicht eine Behandlung, andere benötigen mehrere Sitzungen.

 

 Bei welchen Erkrankungen ist eine Blutegeltherapie bei meinem Tier sinnvoll?

  •         Arthrose / Arthritis
  •         Abszesse
  •         Ataxien
  •         Bandscheibenvorfall
  •         Blutohr (Othämatom)
  •         Cauda Equina Compressionssyndrom (CECS)
  •         Eitrige Wunden
  •         Ekzeme (u.a. Leckekzem, Ohrekzem)
  •         Entzündungen (akute und chronische)
  •         Gelenkdegenerationen
  •         Gelenkdysplasien u.a. Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED)
  •         Hämatome (Blutergüsse)
  •         Kreuzbandverletzungen
  •         Narben
  •         Nervenentzündungen
  •         Ödeme
  •         Operationswunden
  •         Patellaluxationen
  •         Rheuma
  •         Spondylosen
  •         Wundheilung

 

 

Bei Interesse sowie weiteren Fragen sprechen Sie mich bitte an!

     

 

 

 

 

 

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